Besuch der Klassen 9 in der KZ-Gedenkstätte Dachau
Im Rahmen unseres Schulprojekts besuchten wir die KZ-Gedenkstätte Dachau. Der Besuch hat uns einen eindrücklichen und nachdenklich stimmenden Einblick in die Geschichte des Nationalsozialismus und das Leben der dort inhaftierten Menschen gegeben.
Unser Rundgang begann am Eingangstor des ehemaligen Lagers. Dort erhielten wir zunächst eine Einführung in die Geschichte des Ortes sowie grundlegende Informationen darüber, wie das Lager aufgebaut war und welche Funktion es im NS-Regime hatte. Bereits dieser erste Stopp machte deutlich, welche Bedeutung dieser Ort heute als Erinnerungs- und Mahnstätte hat.
Im Anschluss gingen wir weiter zu den ehemaligen Wohnbaracken bzw. Unterkunftsanlagen. Dort konnten wir sehen, unter welchen extrem schwierigen Bedingungen die Gefangenen leben mussten. Die Räume vermittelten einen sehr beklemmenden Eindruck davon, wie eng, kalt und unmenschlich die Unterbringung gewesen sein muss.
Danach führte uns der Weg über die Lagerstraße zur katholischen Kapelle. Dieser Ort diente vielen Häftlingen als Möglichkeit des stillen Gedenkens und der inneren Zuflucht in einer Zeit voller Leid und Ungewissheit.
Anschließend gingen wir weiter in Richtung des Krematoriumsbereichs. Schon der Weg dorthin war sehr eindrücklich, da er bewusst die Wege der damaligen Häftlinge nachvollziehbar macht. Wir betraten schließlich das Tor zum äußeren Bereich, in dem sich die Ofenanlagen befanden, die ebenfalls zum Krematorium gehörten.
Im großen Krematoriumsgebäude selbst besichtigten wir verschiedene Räume. Dazu gehörten unter anderem der Warteraum, das sogenannte „Brausebad“ sowie die Ofenkammern. Diese Stationen zeigten auf erschütternde Weise, welche Rolle dieser Ort im System der nationalsozialistischen Verbrechen spielte.
Im Anschluss besuchten wir das Museum der Gedenkstätte. Dort erhielten wir weitere Informationen über das Leben der Gefangenen. Besonders eindrücklich waren die Ausstellungen zu der Kleidung der Häftlinge sowie zu den sogenannten „Prügelböcken“, die zur körperlichen Bestrafung eingesetzt wurden. Diese Eindrücke machten das zuvor Gesehene noch greifbarer und realer.
Zum Abschluss gingen wir in das ehemalige Gefängnis innerhalb des Lagers. Dort konnten wir die engen und dunklen Zellen besichtigen, darunter auch eine sogenannte Dunkelzelle. Diese Räume zeigten besonders deutlich die Isolation und die psychische Belastung, der die Gefangenen ausgesetzt waren.
Der gesamte Besuch war sehr bewegend und hat uns allen noch einmal vor Augen geführt, wie wichtig es ist, sich mit der Geschichte auseinanderzusetzen und diese nicht zu vergessen.
Abschließende Gedanken (kleiner Vers):
Ein Ort der Stille, schwer und alt,
wo Leid noch durch die Mauern hallt.
Wir sehen, lernen, stehen still,
weil niemand je vergessen will.
Luca, 9a







